Rassismuss- und diskriminierungssensible Veranstaltungen planen

Vortrag im Rahmen der Qualifizierungsreihe der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendbildung Baden-Württemberg e.V. für das Förderprogramm „lokal vernetzen – demokratisch handeln“:
Wie kann ich eine Veranstaltung planen, in der sich Menschen möglichst willkommen und wohlfühlen? Welche Fragen sollte ich mir vorab stellen, was muss ich beachten, und wie lässt sich ein angemessenes Verhalten während der Veranstaltung sicherstellen? Der Workshop gibt eine Einführung darin, wie Veranstaltungen in der Kulturarbeit, der politischen Bildung und der Demokratieförderung rassismus- und diskriminierungssensibel gestaltet werden können und bietet dabei Anregungen zur Reflexion des eigenen Handelns.

Termin: 25.03.2026 im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus

 

Leipziger Buchmesse: "Lets talk about Frieden und Kriege"

Warum eskalieren Konflikte? Ab wann gilt ein Konflikt als Krieg? Was bedeutet es, fliehen zu müssen? Was können wir für Frieden tun? 

  • Podiumsdiskussion und Vorstellung des Buches „Let's talk about: Frieden und Kriege“, das ich in Kooperation mit dem Ravensburger Verlag und der Berghof Foundation geschrieben habe, auf der Leipziger Buchmesse, Trendforum Bildung.
  • Live-Podcast mit Bücheralarm, Audiobühne, Leipziger Buchmesse, Halle 2

Termin: 19.03.2026

Social Media - zwischen Gewalt und Teilhabe

Die Veranstaltung ist Teil des Friedensbüro-Projekts GEKKOS – Gewaltprävention & konstruktive Konfliktkultur in Sozialen Medien.
In dieser Vorstellung gehe ich auf die  Ambivalenzen des digitalen Zeitalters und die Rolle Sozialer Medien ein:

  • Welche Rolle spielen sie in unseren Lebenswelten?
  • Wie können sie Demokratie und einem friedlichen Miteinander dienen, während sie zeitgleich Mittel und Austragungsort von Gewalt sind?
    Im Vordergrund stehen ein  Austausch über Konflikte im digitalen Zeitalter, digitale Gewaltphänomene und die Rolle Sozialer Medien im Zusammenhang gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen sowie die Reflexion deren Bedeutung im eigenen (professionellen) Handeln.

    Termin: 05.03.2026

Webinar "FriedenImPuls": Friedenspädagogik im digitalen Zeitalter: Zwischen digitaler Gewalt und Zivilcourage

Heutige Generationen wachsen zunehmend mediatisiert auf, wodurch digitale und analoge Lebenswelten immer stärker miteinander verschmelzen. Doch wie verändert das unser Verständnis von Frieden?

In diesem interaktiven Webinar geben wir kurze inhaltliche Impulse zu digitalen Gewaltphänomenen, zu Formen digitaler Zivilcourage sowie zu den Chancen und Grenzen friedensfördernder Online- und Offline-Aktivitäten.

Ergänzend arbeiten wir mit medienbiografischer Selbstreflexion und dialogorientierten Austauschformaten.

Gemeinsam diskutieren wir:

  • Was bedeutet Frieden im digitalen Zeitalter auf persönlicher Ebene?
  • Welche strukturellen Rahmenbedingungen braucht es, um die Potentiale einer friedensfördernden digitalen Transformation zu entfalten?
  • Wie können wir in unserer eigenen (pädagogischen) Praxis zur Friedensförderung im digitalen Zeitalter beitragen?

Termin: 11.12.2025
Veranstalter: Friedensinstitut Freiburg

Zielgruppe: Fachkräfte der Friedensbildung, Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik, Studierende
Referierende: Maximilian Haut und Cora Bieß

Asynchronous Violence

Conference panel presentation: 'Beyond the Spectacle: Interdisciplinary Approaches to Slow Violence and Political Harm'
Panel 4: 'Temporalities and Perceptions of Violence', organised by TraCe (Research Center Transformations of Political Violence), in Marburg.

Marcel Vondermaßen and I presented our four-field matrix of violence. Inspired by Rob Nixon’s (2011) concept of slow violence, this key concept analyses the spatial and temporal dimensions of violence and has been further developed in relation to the long-term spatial and temporal consequences of wars.

Zwischen Weltschmerz, Solidarität und Friedensvisionen

Ein interaktiver Dialograum über politische Themen 

Negative Schlagzeilen überschlagen sich: Klimakrise, Kriege, Militarisierung, Rechtsruck: Bist du manchmal überwältigt von den aktuellen politischen Debatten und fragst dich, wohin unsere Zukunft steuert?

Das Format möchte einen kollektiven, offenen Austauschraum schaffen, in dem wir über gesellschaftliche Themen sprechen, die uns bewegen.

Hier geht es nicht um richtig oder falsch – und auch nicht um Fachvorträge voller Daten und Fakten. Vielmehr wollen wir Raum für das schaffen, was uns im turbulenten Alltag, oft zu kurz kommt: Trauer, Sorgen, Weltschmerz aber auch Hoffnung, Solidarität und Mut. Lasst uns gemeinsam zuhören, reflektieren und kritisches, gemeinschaftliches Nachdenken erleben - und in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Krisen einen Raum für kollektive Betroffenheit und Solidarität schaffen.

Termine: Jeweils am ersten Dienstag im Monat im Co-Creation- und Co-Working-Space „FRANZ!Werk" in Tübingen

Zwischen Kolonialität und Pluriversalität: dekolonial inspirierte Methoden für die Bildungs-, Friedens- und Konfliktarbeit

 „The master’s tools will never dismantle the master’s house.”– Audre Lorde
 

  • Wie kann Bildungs-, Friedens- und Konfliktarbeit im sogenannten Globalen Norden dekolonial gedacht und gestaltet werden?
  • Was bedeutet das für unsere Methoden, unser Wissen – und unsere Werkzeuge?
    In diesem interaktiven Online-Workshop laden die Autorinnen des Methodenhandbuchs „Zwischen Kolonialität und Pluriversalität“ – Cora Bieß, Juliana Krohn, Daniela Lehner, Christina Pauls, Rosemarie Schöffmann und  Gisela Wohlfahrt – dazu ein, die Kolonialität des Friedens und unseren „Werkzeugkasten“ kritisch zu reflektieren.

Termin: 17.09.2025, 09.30- 12 Uhr

Anmeldungen an: cora.biess@pzkb.de
Teilnahme ist kostenfrei 
Zoom-Link folgt nach Anmeldung

Roundtable: Friedens-Bildungs-Forschung als kollektive dekoloniale Praxis

Roundtable im Rahmen des Forschungstags „Peace(Education) Now!” zum 20-jährigen Jubiläum des Zentrums für Friedensforschung und Friedensbildung der Universität Klagenfurt gemeinsam mit Rosemarie Schöffmann, Daniela Lehner und Christina Pauls.

Termin: 25.06.2025

Politisches Mitmachbuch für Jugendliche "Let´s talk about: Frieden und Kriege"

Buchvorstellung auf dem AFK-Kolloquium 2025 „Zwischen Fake News, Demokratiefeindlichkeit und Wissenschaftsskepsis: Welche Konzepte und Praxis braucht die Friedens- und Konfliktforschung?” an der Universität Kaiserslautern/Landau im Panel „Ins Gespräch kommen – Mit Kindern und Jugendlichen über Krieg und Frieden sprechen”.

Termin: 20.03.2025

„Hass im Netz stoppen - Konflikte im Chat moderieren“

2023-2024 haben Björn Kunter (Love-Storm) und ich die berufsbegleitende Fortbildung "Hass im Netz stoppen – Konflikte im Chat moderieren" entwickelt und durchgeführt.

Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen, wie:

Wie können Moderator*innen bei Konflikten eingreifen? Wie lassen sich Empörungsdynamiken entschärfen? Welche Strategien erhöhen die Sicherheit für alle Beteiligten in Chatgruppen? Wie entsteht eine offene Gesprächskultur, in der Respekt zählt und Hass keinen Platz hat?

“WarTok” durch die Augen von Kindern – eine friedenspädagogische Einordnung

Friedensbüro Salzburg: Im Zuge des fortschreitenden digitalen Strukturwandels übernehmen die sozialen Medien eine zentrale Funktion in der Kommunikation über Krieg. Dabei werden soe zunehmend selbst zu einem Ort, an dem gewaltsame Konflikte und Kriege ausgetragen werden.

In dem Vortrag wird skizziert, wie der “TikTok-Krieg” einerseits Gefahren wie (Re-)Traumatisierung, Desinformation und Propaganda ermöglicht. Thematisiert wird auch, welche Auswirkungen die fehlende Begleitung durch Erwachsene für Heranwachsende haben kann.

Andererseits wird diskutiert, inwiefern Soziale Medien für junge Menschen auch ein Ort für Erfahrungsaustausch sein können,  indem sie beispielsweise TikTok als eine Art Kriegstagebuch nutzen. Können dadurch neue Formen der Peer-to-Peer-Mobilisierung über Ländergrenzen hinweg entstehen? Dabei werden auch mögliche Implikationen für die (Friedens-)pädagogik diskutiert.

Digitalen Gewaltphänomenen kompetent begegnen

Organisiert und veranstaltet vom Netzwerk-Gegen-Gewalt Hessen

"Gewaltprävention und Befähigung von Jugendlichen durch digital Streetwork". 
Damit Kinder in gewaltvollen Situationen Unterstützung eigenständig im Internet aufsuchen, muss von der konkreten Lebenswelt der Kinder und ihrem eigenen Medienhandeln in digitalen Umgebungen ausgegangen werden. Welche Akteure könnten für ein digitales Streetwork Konzept einbezogen werden?
Es gibt bereits viele Akteur*innen und Ansätze im Bereich von Prävention und Beratung, die systematisch ins Digitale integriert werden könnten.
In dem interaktiven Workshop werden Ideen für die Ausgestaltung eines Digital- Streetwork- Konzepts vom Kind aus gedacht diskutiert.
Darüber hinaus wird thematisiert, welche Chancen und Grenzen es gibt, Befähigung von Jugendlichen in digitalen Welten niederschwellig und plattformübergreifend zu fördern.

Methodenwerkstatt im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung, Universität Klagenfurt

Auf dem Insta-Kanal friedenszentrum_aau finden sich LV-Einblicke mit Postern/Flyer, Sharepics und friedenspädagogischen Comics, die im Rahmen der Methodenwerkstatt im Januar 2024 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt entstanden sind zu den Themen:

  • Deepfakes
  • Shadowbanning
  • Slow Violence
  • Frühkindliche Friedenspädgogik: Methodenanleitung
  • friedenspädagogischer Comic für Grundschulkinder zum Thema Flucht
  • Übersicht über Instrumente Ziviler Konfliktbearbeitung

Lehre: Universität Tübingen, Ethik in der Praxis

  • Einführung
  • Begriffliche Grundlagen: Macht
  • Gewaltverständnisse
  • Begriffliche Grundlagen zu Krieg, Frieden, Konflikt
  • Moralisches Argumentieren 1
  • Planspiel/Simulation von internationalen Verhandlungen
  • Differenzierte Perspektiven auf Krieg und Frieden
  • Verschiedene Öffentlichkeiten, veränderte Nähe/Distanz- Verhältnisse auf Social Media
  • Grundregeln der Propaganda
  • Deepfakes als Kriegswaffe
  • Kooperative Konfliktbearbeitung
  • Kooperative Konfliktbearbeitung 2 – Stufen der Konflikteskalation
  • Kooperative Konfliktbearbeitung 3 - Frieden als komplexer Prozess der 
    Gewaltreduktion
  • Abschluss
    Seminar für Bachelor- und Masterstudierende im Bereich Ethik in der Praxis, Seminarleitung gemeinsam mit Dr. Marcel Vondermaßen

Vortrag

Der Ukraine-Krieg auf TikTok durch die Augen von Schüler*innen

TikTok ist eine der beliebtesten Social Media Plattformen bei Kindern und Jugendlichen. Neben lustigen Tanzvideos werden derzeit genauso Bilder und Videos aus Schützengräben und Panzern in der Ukraine verbreitet. Gräueltaten und Kriegserfahrungen gelangen in Echtzeit in die Kinderzimmer. Dies hat einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Krieg, Gewalt und Konflikt von Kindern und Jugendlichen. Anhand von ausgewählten Videos und Beiträgen auf TikTok thematisiert das Forum die Herausforderungen von Desinformation und Deepfakes ebenso wie die Chancen für eine direkte Öffentlichkeit für Betroffene. Gemeinsam werden Antworten auf Fragen von Kindern und Jugendlichen zu Kriegsängsten, Kriegsverhütung und Wegen zum Frieden diskutiert

Vortrag

Deepfakes, Gefahr für eine demokratische Zukunft?

Deepfakes sind synthetische, audiovisuelle Medien (also Videos, Bilder oder Audiodateien), die häufig mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden. Mit dem Einsatz von Deepfakes sind zahlreiche Sorgen verbunden, insbe- sondere, dass sie als neue, gefährlichere Form von Fake News demokratische Prozesse und Institutionen unter- graben könnten. In ihrem Vortrag betrachtet Cora Bieß einerseits die Gefahren von Deepfakes, beispielsweise wie sie als Kriegs- und Propagandawaffe im Ukrainekrieg eingesetzt wurden oder wie Deepfakes im Bereich der Pornografie sexisti- sche Strukturen reproduzieren können. Andererseits werden auch legitime und sogar demokratiefördernde Anwen- dungen von Deepfakes dargestellt.

Sicherheit von Kindern in digitalen Welten als Kinderrecht

Ausgelöst durch zunehmende Digitalisierungsbestrebungen verlagern sich ‎insbesondere die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen immer stärker in soziale Netzwerke. ‎Parallel nehmen Berichte über Sicherheitsgefährdungen im Internet, wie Cybergrooming, Fake ‎News oder Hate Speech, stetig zu. Nicht umsonst hat der UN-Kinderrechteausschuss im ‎vergangenen Jahr einen General Comment zur Umsetzung der Kinderrechte im digitalen Raum ‎veröffentlicht, der jedoch nicht zuletzt in Bezug auf die mediale Berichterstattung über den Krieg in ‎der Ukraine und deren Auswirkungen für Kinder, die auf Plattformen wie TikTok oder Instagram ‎aktiv sind, an seine Grenzen gelangt. ‎So ist die Frage, wie die Sicherheit von Kindern im Internet optimiert werden kann, derzeit eine der ‎meist diskutierten. Doch wer trägt im Zuge dieser Regulierungsprozesse überhaupt ‎Verantwortung ‎und welchen Stellenwert nimmt diese Entwicklung aus kinderrechtlicher Perspektive ein?

Organisiert von: DEXT - Fachstelle für Demokratieförderung

Workshop

Der Krieg gesehen durch die Augen von Kindern auf TikTok

Gemeinsam mit Teilnehmer*innen wurden Darstellung und Verbreitung gewalthaltiger Inhalte über Social Media untersucht. Die New York Times nennt es den "TikTok War". Jugendliche sind durch ungefilterte Inhalte und Empfehlungssysteme Risiken ausgesetzt, z.B. Konfrontation mit Gewalt, Fake News und "Doomscrolling". Medienkompetenz und Friedenskompetenz sind erforderlich, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Medienbildung und Friedensbildung sollten im digitalen Zeitalter kooperieren, um Friedenskompetenzen zu stärken und gewaltfreie Kommunikation im Internet zu fördern.

Vortrag

Sind Deepfakes eine Gefahr für die Demokratie?

Deepfakes sind synthetische audio- visuelle Medien (also Bilder, Videos und Audiodateien), die häufig mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden. Mit dem Einsatz von Deepfakes sind zahlreiche Sorgen verbunden, insbesondere, dass sie als neue, gefährlichere Form von Fake News demokratische Prozesse und Institutionen untergraben könnten. Diese Sorgen sind durchaus berechtigt. Gleichzeitig vernachlässigt die Debatte erstens die große Gefahr von Deepfakes in einem ganz anderen Bereich, der Pornografie, und zwei- tens ihre zahlreichen legitimen und sogar demo- kratiefördernden Anwendungen. Der Vortrag gehe ich sowohl auf die Gefahren als auch die Chancen von Deepfakes für die Demokratie ein.