„Hass im Netz stoppen - Konflikte im Chat moderieren“

Gemeinsam mit Björn Kunter (Trainer für Zivilcourage) werde ich eine berufsbegleitende Fortbildung zum Thema: „Hass im Netz stoppen - Konflikte im Chat moderieren“ entwickeln.

Im Fokus stehen Fragen, wie beispielsweise:
Wie können Moderator*innen in Chatgruppen in Konflikte eingreifen? 
Was tun, um nicht von Empörungsdynamiken überrannt zu werden? 
(Wie) können Moderator*innen die Sicherheit für alle Beteiligten garantieren? Wie kann eine offene und gute Gesprächsatmosphäre geschaffen werden, in der die Gruppenmitglieder auf einander achten und Hass keine Chance hat? 
Termine: 4. April online und 18.-21. April 2024 in Präsenz

Mehr Infos unter:

“WarTok” durch die Augen von Kindern WarTok– eine friedenspädagogische Einordnung

Friedensbüro Salzburg:Im Zuge des fortschreitenden digitalen Strukturwandels übernehmen die Sozialen Medien eine zentrale Funktion in der Kommunikation über Krieg. Dabei werden soe zunehmend selbst zu einem Ort, an dem gewaltsame Konflikte und Kriege ausgetragen werden.

In dem Vortrag wird skizziert, wie der “TikTok-Krieg” einerseits Gefahren wie (Re-)Traumatisierung, Desinformation und Propaganda ermöglicht. Thematisiert wird auch, welche Auswirkungen die fehlende Begleitung durch Erwachsene für Heranwachsende haben kann.

Andererseits wird diskutiert, inwiefern Soziale Medien für junge Menschen auch ein Ort für Erfahrungsaustausch sein können,  indem sie beispielsweise TikTok als eine Art Kriegstagebuch nutzen. Können dadurch neue Formen der Peer-to-Peer-Mobilisierung über Ländergrenzen hinweg entstehen? Dabei werden auch mögliche Implikationen für die (Friedens-)pädagogik diskutiert.

Digitalen Gewaltphänomenen kompetent begegnen

Organisiert und veranstaltet vom Netzwerk-Gegen-Gewalt Hessen

"Gewaltprävention und Befähigung von Jugendlichen durch digital Streetwork". 
Damit Kinder in gewaltvollen Situationen Unterstützung eigenständig im Internet aufsuchen, muss von der konkreten Lebenswelt der Kinder und ihrem eigenen Medienhandeln in digitalen Umgebungen ausgegangen werden. Welche Akteure könnten für ein digitales Streetwork Konzept einbezogen werden?
Es gibt bereits viele Akteur*innen und Ansätze im Bereich von Prävention und Beratung, die systematisch ins Digitale integriert werden könnten.
In dem interaktiven Workshop werden Ideen für die Ausgestaltung eines Digital- Streetwork- Konzepts vom Kind aus gedacht diskutiert.
Darüber hinaus wird thematisiert, welche Chancen und Grenzen es gibt, Befähigung von Jugendlichen in digitalen Welten niederschwellig und plattformübergreifend zu fördern.

Methodenwerkstatt im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung, Universität KLagenfurt

Auf dem Insta-Kanal friedenszentrum_aau finden sich LV-Einblicke mit Postern/Flyer, Sharepics und friedenspädagogischen Comics, die im Rahmen der Methodenwerkstatt im Januar 2024 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt entstanden sind zu den Themen:

  • Deepfakes
  • Shadowbanning
  • Slow Violence
  • Frühkindliche Friedenspädgogik: Methodenanleitung
  • friedenspädagogischer Comic für Grundschulkinder zum Thema Flucht
  • Übersicht über Instrumente Ziviler Konfliktbearbeitung

Lehre: Universität Tübingen, Ethik in der Praxis

  • Einführung
  • Begriffliche Grundlagen: Macht
  • Gewaltverständnisse
  • Begriffliche Grundlagen zu Krieg, Frieden, Konflikt
  • Moralisches Argumentieren 1
  • Planspiel/Simulation von internationalen Verhandlungen
  • Differenzierte Perspektiven auf Krieg und Frieden
  • Verschiedene Öffentlichkeiten, veränderte Nähe/Distanz- Verhältnisse auf Social Media
  • Grundregeln der Propaganda
  • Deepfakes als Kriegswaffe
  • Kooperative Konfliktbearbeitung
  • Kooperative Konfliktbearbeitung 2 – Stufen der Konflikteskalation
  • Kooperative Konfliktbearbeitung 3 - Frieden als komplexer Prozess der 
    Gewaltreduktion
  • Abschluss
    Seminar für Bachelor- und Masterstudierende im Bereich Ethik in der Praxis, Seminarleitung gemeinsam mit Dr. Marcel Vondermaßen

Vortrag

Der Ukraine-Krieg auf TikTok durch die Augen von Schüler*innen

TikTok ist eine der beliebtesten Social Media Plattformen bei Kindern und Jugendlichen. Neben lustigen Tanzvideos werden derzeit genauso Bilder und Videos aus Schützengräben und Panzern in der Ukraine verbreitet. Gräueltaten und Kriegserfahrungen gelangen in Echtzeit in die Kinderzimmer. Dies hat einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Krieg, Gewalt und Konflikt von Kindern und Jugendlichen. Anhand von ausgewählten Videos und Beiträgen auf TikTok thematisiert das Forum die Herausforderungen von Desinformation und Deepfakes ebenso wie die Chancen für eine direkte Öffentlichkeit für Betroffene. Gemeinsam werden Antworten auf Fragen von Kindern und Jugendlichen zu Kriegsängsten, Kriegsverhütung und Wegen zum Frieden diskutiert

Podiumsdiskussion

"Pro-peaceful communication" im Rahmen der Jahrestagung "Frieden Digital: wie beeinflussen sich Konfliktbearbeitung und Digitalisierung?"

Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung ist ein offenes Netzwerk an dem 60 Organisationen und rund 110 Einzelpersonen aus den Bereichen Friedensarbeit, Mediation, Menschenrechtsarbeit, Humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Wissenschaft mitwirken. Ziel, des im Jahre 1998 gegründeten Verbunds, ist es, die zivile Konfliktbearbeitung zu fördern – bspw. durch Informationsaustausch, konzeptionelle Debatten oder advocacy-Funktionen. Die Jahrestagung, die turnusmäßig im Frühjahr stattfindet, dient diesem Ziel.

Vortrag

Deepfakes, Gefahr für eine demokratische Zukunft?

Deepfakes sind synthetische, audiovisuelle Medien (also Videos, Bilder oder Audiodateien), die häufig mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden. Mit dem Einsatz von Deepfakes sind zahlreiche Sorgen verbunden, insbe- sondere, dass sie als neue, gefährlichere Form von Fake News demokratische Prozesse und Institutionen unter- graben könnten. In ihrem Vortrag betrachtet Cora Bieß einerseits die Gefahren von Deepfakes, beispielsweise wie sie als Kriegs- und Propagandawaffe im Ukrainekrieg eingesetzt wurden oder wie Deepfakes im Bereich der Pornografie sexisti- sche Strukturen reproduzieren können. Andererseits werden auch legitime und sogar demokratiefördernde Anwen- dungen von Deepfakes dargestellt.

Sicherheit von Kindern in digitalen Welten als Kinderrecht

Ausgelöst durch zunehmende Digitalisierungsbestrebungen verlagern sich ‎insbesondere die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen immer stärker in soziale Netzwerke. ‎Parallel nehmen Berichte über Sicherheitsgefährdungen im Internet, wie Cybergrooming, Fake ‎News oder Hate Speech, stetig zu. Nicht umsonst hat der UN-Kinderrechteausschuss im ‎vergangenen Jahr einen General Comment zur Umsetzung der Kinderrechte im digitalen Raum ‎veröffentlicht, der jedoch nicht zuletzt in Bezug auf die mediale Berichterstattung über den Krieg in ‎der Ukraine und deren Auswirkungen für Kinder, die auf Plattformen wie TikTok oder Instagram ‎aktiv sind, an seine Grenzen gelangt. ‎So ist die Frage, wie die Sicherheit von Kindern im Internet optimiert werden kann, derzeit eine der ‎meist diskutierten. Doch wer trägt im Zuge dieser Regulierungsprozesse überhaupt ‎Verantwortung ‎und welchen Stellenwert nimmt diese Entwicklung aus kinderrechtlicher Perspektive ein?

Workshop

Der Krieg gesehen durch die Augen von Kindern auf TikTok

Gemeinsam mit Teilnehmer*innen wurden Darstellung und Verbreitung gewalthaltiger Inhalte über Social Media untersucht. Die New York Times nennt es den "TikTok War". Jugendliche sind durch ungefilterte Inhalte und Empfehlungssysteme Risiken ausgesetzt, z.B. Konfrontation mit Gewalt, Fake News und "Doomscrolling". Medienkompetenz und Friedenskompetenz sind erforderlich, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Medienbildung und Friedensbildung sollten im digitalen Zeitalter kooperieren, um Friedenskompetenzen zu stärken und gewaltfreie Kommunikation im Internet zu fördern.

Vortrag

Sind Deepfakes eine Gefahr für die Demokratie?

Deepfakes sind synthetische audio- visuelle Medien (also Bilder, Videos und Audiodateien), die häufig mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden. Mit dem Einsatz von Deepfakes sind zahlreiche Sorgen verbunden, insbesondere, dass sie als neue, gefährlichere Form von Fake News demokratische Prozesse und Institutionen untergraben könnten. Diese Sorgen sind durchaus berechtigt. Gleichzeitig vernachlässigt die Debatte erstens die große Gefahr von Deepfakes in einem ganz anderen Bereich, der Pornografie, und zwei- tens ihre zahlreichen legitimen und sogar demo- kratiefördernden Anwendungen. Der Vortrag gehe ich sowohl auf die Gefahren als auch die Chancen von Deepfakes für die Demokratie ein.